Museum

Besitz in der Familie mündlich übermittelt, Kamera ist nicht das Original, sondern ein Zukauf | voll funktionstüchtig
Im Besitz der Familie | voll funktionstüchtig
Besitz in der Familie mündlich übermittelt, Kamera ist nicht das Original, sondern ein Zukauf | voll funktionstüchtig
Besitz in der Familie mündlich übermittelt, Kamera ist nicht das Original, sondern ein Zukauf | nicht funktionstüchtig
Nie im Besitz der Familie, ähnliche 2-äugige Spiegelkamera wurde benutzt, Marke unbekannt, Zukauf und Restauration | voll funktionstüchtig
 

↑ Ende der 6×6 Mittelformat-Kameras und Anfang der 35 mm Kleinbildkameras ↓

Besitz in der Familie mündlich übermittelt, Kamera ist nicht das Original, sondern ein Zukauf | voll funktionstüchtig
Im Besitz der Familie | voll funktionstüchtig
Beide Kameras im Besitz der Familie | voll funktionstüchtig
Im Besitz der Familie | voll funktionstüchtig

↑ Ende der 35 mm Kleinbildkameras und Anfang der Digital-Fotografie ↓

Im Besitz der Familie | voll funktionstüchtig
Im Besitz der Familie | voll funktionstüchtig
Im Besitz der Familie | voll funktionstüchtig

Sonderausstellung

Besitz in der Familie mündlich übermittelt, Kamera ist nicht das Original, sondern ein Zukauf | funktionstüchtig

Die letzte fehlende Kamera in meinem Museum ist jetzt da. Lange habe ich bei eBay gesucht und gewartet, bis sich endlich ein gutes Angebot gezeigt hat. Es ist kein Problem, bei eBay diese Kamera zu finden. Nur wird diese Pentacon Six schließlich heute von vielen Fotografen im Profibereich benutzt. Vor allem wurde diese Kamera noch bis 1992 gebaut, bis zur endgültigen „Abwicklung“ der Pentacon Werke in Dresden. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass bei eBay Kamerapreise bis zu 800 € aufgerufen werden und dann sind es meist auch nur sog. Bodys, also Kameras ohne Objektiv. Das Standardobjektiv Biometar 2,8/80 wird teilweise mit bis zu 250 € angeboten. Also habe ich in den letzten 3 Jahren immer wieder bei eBay geschaut und gehofft. Und heute war es dann so weit. Januar 2024 findet die Pentacon Six TL ihren Einzug in mein Museum. Sie ist nicht perfekt. Ich werde sie noch in die Werkstatt geben. Die Verschlusszeiten scheinen nicht ganz zu stimmen. Außerdem läuft der Selbstauslöser nicht durch. Mehrheitlich ist es bloß ein kleines Problem und die Kamera muss nur gründlich gereinigt werden. Das hatte ich schon bei der Weltaflex. Ich freue mich schon, mit dieser Kamera Fotos zu machen. Leider ist es mit dem Entwickeln und Abzüge machen, umgekehrt zur DDR. Da war es preiswert, S/W Fotos anzufertigen, den Film zum Entwickeln zu geben und davon Abzüge anfertigen zu lassen. Farbfotografie war sehr teuer. Oder man hatte, so wie ich, eine eigene Dunkelkammer. Die habe ich immer noch. Aber die ganzen Lösungen und das Abzugspapier sind heute preisintensiv. Aber ich werde eines Tages die Dunkelkammer wieder aufbauen. 

Im Original war diese Kamera mit einem einfachen Lichtschacht ausgestattet. Dieser konnte durch ein Dachkantenprisma oder durch ein TTL Belichtungsmesser Prisma ausgetauscht werden.

Aufgrund ihres Gewichtes ist die Kamera nicht jedermanns Sache. Sie wiegt mit dem 2,8f / 80 Objektiv stolze 1.270 g. Das TTL Prisma schlägt mit zusätzlichen 470 g zu. Das ist insgesamt ein Gewicht von 1.740 g. Eine sehr schwere Kamera, die so doch recht unhandlich ist. Ein Tragegurt ist hier sehr empfehlenswert. Oder wie bei meiner Kamera ein Griff (der nochmal mit 100 g dazu kommt). Dieser Kameragriff gibt aber sehr viel Sicherheit bei der Nutzung der Pantacon Six. Ich werde beides nutzen. Gurt und Griff. Oder anders gesagt – Gürtel und Hosenträger.

Update vom 07.02.2024

Heute die P SIX abgeholt. Verschlusszeiten laufen wieder wie geschmiert. Das TTL Prisma war auch defekt und brauchte eine neue Fotodiode und am Objektiv „hakte“ der Blendenring. Alles in allem keine preiswerte Reparatur, aber absolut lohnend. Jetzt noch Rollfilme kaufen, auf Motivsuche gehen und dann den zweiten Teil des Hobbys starten – das selber entwickeln der Filme.

Seltenes und Sonderbares

In den Bereich der Sonderausstellung gehört auch ein in Deutschland selten vorkommendes Exemplar einer zweiäugigen Spiegelkamera. Es handelt es hierbei um die „EIGHT Innovation“ der gleichnamigen Firma aus England. 

Der aufmerksame Leser und Kenner der Familie Schmidt ahnt bereits, wie diese Kamera zu uns nach Deutschland kam. Es war ein Geschenk von meiner Tochter. Ein Mitbrinsel aus England. 

Bei dieser Kamera handelt es sich um einen Bausatz. Ja. Richtig gelesen. Ein echter Bausatz mit vielen Einzelteilen, kleinen Federn und noch kleineren Schrauben. 

Die Komponentenübersicht gibt einen guten Eindruck, welche Herausforderung mich hier erwartet. Nach knapp zweieinhalb Stunden, 25.000 Mal das Wort mit "Sch...", diversen Verfluchungen und Verwünschungen an die Leute, die Aufbauanleitungen Marke "IKEA" schreiben und dem leidvollem Verlust einer hoffentlich nicht funktionsentscheidenden Feder, war die Kamera dann fertig zusammengabaut.

Was ich erst gesehen habe, als ich mit dem Zusammenbau fertig war, ist, dass es ein Youtube Video gibt, was als Hilfe beim Zusammenbau angeboten wird. Es ist aber nichts weiter als die Aneinanderreihung der schwarz/weiß Fotos aus der gedruckten Version. Übrigens. Die Feder, die im Video bei 21 Sekunden gezeigt wird, die ist weg. Irgendwo im Wohnzimmer. Ich habe alles versucht, sie zu finden. Ok. Die Sitzecke habe ich nicht weggenommen und das Laminat habe ich auch nicht aufgenommen. Egal. Jetzt ist sie zusammengebaut und steht neben der anderen zweiäugigen Spiegelkamera in der Vitrine. 

Abschließend noch ein paar technische Details. 
Bei der EIGHT Innovation handelt es sich um eine Kamera im 35 mm Kleinbildformat. Sie hat nur eine Belichtungszeit von 1/125 s und eine Festbrennweite von f/11. Der Entfernungsbereich reicht von 50 cm bis unendlich. Damit ist diese Kamera eine ausgesprochene Schönwetterkamera, bei der man sich aufgrund der großen Blende keine große Mühe bei der Scharfeinstellung machen muss, was bei dem kleinen Sichtfenster auch recht schwierig ist. 

Zum Spaß und um zu sehen, wie gut die Kamera funktioniert, werde ich mir einen 24er-Kleinbildfilm besorgen und dann auf schönes Wetter warten. Denn wie sagt eine alte Fotografenweisheit? Sonne lacht – Blende 8 -125′ . Ich sag‘ mal so. Bei der Agfa Syncro Box und der Pouva Start gab es auch nicht viel mehr Einstellmöglichkeiten und mit der Pouva Start habe ich selber noch fotografiert und hatte nie unscharfe oder schlecht belichtete Fotos dabei.